Japanisch für Anfänger

Die gute Neuigkeit zuerst: Japan lässt sich auch ohne Japanisch- Kenntnisse bereisen, denn in den Zügen und Bahnhöfen, in U-Bahnen und an Autobahnen - ja sogar an den Landstraßen - sind praktisch alle Beschilderungen immer auch in Englisch gehalten.

 

Zeichenvielfalt

Auf den ersten Blick macht Japanisch oft einen verwirrenden Eindruck, denn es benutzt gleich drei Schriftsysteme. Die Kanji, Schriftzeichen chinesischen Ursprungs, werden meist für den Wortstamm verwendet. Anders als das Chinesische sind die japanischen Wörter jedoch veränderlich, so dass die Endungen in einer Lautsprache notiert werden, der Hiragana- Silbenschrift. Rein theoretisch könnte man Hiragana sogar für alle Texte verwenden (in Kinderbüchern ist dies oft der Fall), allerdings gibt es im Japanischen viele gleichlautende Worte, die sich nur in der Kanji-Schreibung unterscheiden.

Schriftvarianten

Für Fremdwörter wiederum gibt es die Katakana- Silbenschrift, die man an ihrer eckigen Form gut erkennen kann. Wer sich die 46 Silben verinnerlicht, wird in Japan schnell belohnt: Lebensmittel, Zutaten, Markennamen und vieles andere wird in Katakana notiert, denn die Wörter stammen meist aus dem Englischen.
Auch der ansonsten sprachunkundige Besucher hat so eine sportliche Chance, die eine oder andere Aufschrift zu entziffern. So kann man im resutoran hanbagu mit chizu bestellen oder sarada (Salat) und danach pasuta (Pasta) essen, sich die Haare mit shanpu waschen und morgens den Tag mit einer Runde jogingu starten. Die Aussprache ist übrigens leicht zu meistern, denn viele Laute werden so notiert, dass ein deutscher Muttersprachler sie intuitiv richtig erkennt.

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