Fast wie geflogen: Japans beste Shinkansen- Strecken

Dank der Hochgeschwindigkeitszüge lassen sich auch weite Strecken schnell und bequem überwinden. Wir stellen Ihnen die besten Routen vor.

Reisen kann so einfach sein

Der japanische Shinkansen ist quasi die Mutter aller Hochgeschwindigkeitsstrecken. Bereits 1964 rasten die ersten „Shinkansen“- Züge von Tokyo nach Osaka. Seither durchzieht ein separates Shinkansen-Gleisnetz das Land, dessen Verbindungen im Minutentakt viele Flugrouten in den Schatten stellen. Auch Distanzen, die auf der Landkarte kaum für einen Tagesausflug geeignet zu sein scheinen, erweisen sich in Japan als Kurztrip. Extrem pünktlich und verlässlich ist die japanische Bahn allemal - und einfach! Die Stationen werden mehrfach auf Englisch angesagt, so dass auch Menschen mit fragilen Englischkenntnissen eine zweite und dritte Chance bekommen, ihre Station zu erkennen. Rund 3000 Kilometer Hochgeschwindigkeitsstrecke gibt es derzeit in Japan, auf denen Züge mit bis zu 320 Stundenkilometern verkehren. Erweiterungen sind stetig in Planung.

Tokaido Shinkansen (JR Central)

Die Strecke von Tokyo nach Osaka war nicht nur die erste Japans, sie ist auch heute noch der Klassiker schlechthin: Via Yokohama, Shin- Fuji, Nagoya und Kyoto führt sie in den Ballungsraum Osaka. Der Blick aus dem Fenster lohnt sich: mit ein bisschen Glück kann man nordwestlich der Strecke den Fuji sehen, weiter südlich leuchten grün die Tee-Felder von Shizuoka - und natürlich bezaubert das Stadtbild von Kyoto, denn die Gleise verlaufen meist ein wenig oberhalb der Ebene.

Tohoku Shinkansen (JR East)

Der Tohoku fährt von Tokyo bis Hachinohe an der Nordspitze Honshus - eine der besten Optionen für Reisende auf der Suche nach Natur und weiten Landschaften, denn er streift den Nationalpark des Vulkans Zao und bringt die Reisenden bis vor die Tore der Inselwelt Matsushimas – und ab 2016 auch zum Hokkaido Shinkansen.

Hokkaido Shinkansen (JR Hokkaido)

Ab März 2016 ist auch die nördliche Insel Hokkaido per Zug zu erreichen. Von Aomori auf Honshu bis nach Hakodate an der Südspitze Hokkaidos wird der Zug durch den 54 Kilometer langen Seikan-Tunnel geführt - eine architektonische Meisterleistung, denn 23,3 Kilometer davon verlaufen unter dem Meer! Bis 2030 soll die Strecke bis Sapporo erweitert werden.

Joetsu Shinkansen (JR East)

Dieser Shinkansen bietet die schnellste Verbindung vom Pazifik zur Westküste: Von Tokyo aus geht es durch die Echigo und Mikuni Berge bis nach Niigata. Im Sommer säumen Obstplantagen und Reisfelder den Weg. Völlig verändert zeigt sich die Tour im Winter, wenn die Bergwelten rechts und links der Strecke im Schnee versinken. Logisch, dass vor allem Ski-Touristen diese Strecke schätzen.

Hokuriku Shinkansen (JR East)

Der ehemalige Nagano Shinkansen zweigt vom Joetsu Shinkansen ab, und wie die Hauptstrecke führt auch er in die Ski- und Wandergebiete der Berge. Auf dem Weg dorthin taucht er quasi einmal unter den Alpen durch. Dort, wo er oberirdisch verläuft, besticht er mit grandiosen Aussichten! Bei gutem Wetter sind der Mount Asama und Hunderte weitere Gipfel sichtbar. Seit 2014 ist nicht mehr in Nagano Schluss: Heute bringt der Hokuriku die Reisenden bis zur noch unberührten Westküste und nach Kanazawa. Eine Fortführung nach Osaka ist bereits angedacht.

Sanyo Shinkansen (JR West)

Auch er ist ein echter Klassiker: Von Osaka folgt er der Küste bis an die Nordspitze Kyushus, vorbei am Himeji Castle und Hiroshima und natürlich durch zahllose Reisfelder, denn hier wird Japan subtropisch.

Kyushu Shinkansen (JR Kyushu)

Mit dem Kyushu Shinkansen geht es einmal längs durch die südliche Insel Kyushuvon Hakata bis Kagoshima - eine echte Vulkanstrecke, die unter anderem den Mount Kizan, Mount Sefuri und Mount Hakusan streift.